ATI FireGL

FireGL ist ein Markenname der Firma Advanced Micro Devices (AMD) und vorher der Firma ATI Technologies für professionelle Grafikkarten und bezeichnet eine Serie professioneller 3D-Grafikkarten, welche für verschiedene Anwendungen aus den Bereichen CAD/CAM/CAE, Animation, Visualisierung, Simulation etc. zertifiziert sind. Für Spiele oder normale Büroanwendungen bringen diese Karten dagegen keinerlei Vorteile, obwohl sie wie ihre Radeon-Brüder auch Direct3D beherrschen. Im Jahre 2008 löste AMD die FireGL-Marke durch die FirePro-Marke ab. ATI benutzt für die FireGL Produkte modifizierte Radeon-Grafikchips, bei denen durch besondere Beschaltung die GPU-ID geändert und vom Treiber spezielle Funktionen wie „AA lines" freigeschaltet werden. Mit den FireGL-Grafikkarten konkurriert ATI mit der Quadro-Serie von NVIDIA und der inzwischen eingestellten Wildcat-Serie von 3DLabs.

Geschichte

​Ursprünglich stammte die FireGL-Serie von Diamond Multimedia. Der Name selbst wurde von den mit dem Zusatz Fire benannten professionellen Grafikkarten des nicht mehr existenten deutschen Grafikkartenpioniers SPEA Software AG entlehnt, der zunächst Video7 aufgekauft hatte und später in Diamond aufging. Das GL in FireGL entlehnt sich aus dem Grafik-API OpenGL und soll den Bezug auf 3D-Beschleunigung herstellen. Im Bereich professioneller 2D-Anwendungen (Bildbearbeitung, Multihead-Lösungen für Börse, Medizin etc.) bietet ATI die FireMV-Varianten (MV = Multi View) an. Die erste von ATI entwickelte FireGL-Karte war die FireGL 8700, welche auf der Radeon 8500 basiert. Die ebenfalls von ATI angebotenen FireGL 1/2/3/4 dagegen stammten designmäßig noch von Diamond Multimedia und verwendeten IBM Raster- und Geometrieprozessoren. Letztere waren reine OpenGL-Beschleuniger und besaßen nur sehr rudimentäre Direct3D-Unterstützung. Eine 64-bit-PCI-Version der FireGL 3 wurde von HP als FireGL-UX für die eigene HP9000 Workstation-Serie angeboten, wo sie die doppelte Leistung der schnellsten VisualizeFX-Karte (VisualizeFX10 Pro) erbrachte. Die FireGL-UX war auch die letzte Grafikkarte für HP9000-Workstations mit 64bit-PCI-Bus, in der letzten PA-RISC-Workstation HP c8000 kommen normale AGP-Versionen der FireGL T2, Z1, X1-256p und X2 zur Anwendung.​​ ​

Treiber 

Die FireGL-Treiber der Radeon-basierten FireGL-Karten basieren auf den jeweils aktuellen Catalyst-Treibern. Während der Direct3D-Teil identisch mit den Catalyst-Treibern ist, wurde der OpenGL-Teil gegen eine auf professionelle Anwendungen optimierte Version ersetzt. Auch bietet das Control Panel bei FireGL-Karten deutlich weniger Einstellungen als bei Radeon-Grafikkarten. Dafür kann unter verschiedenen Profilen für viele professionelle Anwendungen gewählt werden, welche bestimmte Treibereinstellungen aktivieren. Treiber sind für Windows und Linux verfügbar. Anders als Nvidia bedient AMD den Macintosh-Markt nicht mit der FireGL-Reihe. 

FireGL Mobility 

Neben den Desktop-Modellen gibt es auch noch als FireGL Mobility bezeichnete Mobilversionen, welche für den Einsatz in Notebooks konzipiert wurden und diverse Stromsparfunktionen besitzen. Dabei handelt es sich um prinzipiell zu den Radeon Mobility-Varianten identische GPUs. Anders als bei den Desktop-GPUs sind die Treiber bei Radeon Mobility und FireGL Mobility identisch.


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