NX (eh. Unigraphics)

Unigraphics ist ein CAD-System der Anfangszeiten, die Entwicklungsgeschichte begann bereits in den frühen 60er-Jahren in einer kleinen amerikanischen Firma in der Nähe von Los Angeles, die zur Programmspeicherung Papierstreifen verwendete. Zu dieser Zeit ging es hier um die Steuerung von Bearbeitungsmaschinen mit Lochstreifen.


Das CAD-System Unigraphics hat heute nicht mehr viel damit zu tun, so reicht die Funktionalität von Unigraphics vom Konstruktionsentwurf über Simulation, Zeichenarbeit bis zur NC-Programmierung für Werkzeugmaschinen.

In der Automobilindustrie wird Unigraphics hauptsächlich bei Opel eingesetzt. Wer für Opel Fahrzeugkomponenten entwickeln möchte, muss demnach mit Unigraphics konstruieren.

Vor einigen Jahren wurden die Funktionalitäten von Unigraphics und I-DEAS zusammengeführt und unter dem Namen Unigraphics NX als neues CAD-System angeboten. Von Siemens wurde dieses CAD-System in die „Siemens PLM Software" integriert.

NX ist ein interaktives CAD/CAM/CAE-System. Ursprünglich von Unigraphics Solutions auf Basis des eigenen Parasolid-Modellierkerns entwickelt, wurde das Unternehmen von Siemens übernommen und firmiert seitdem als Siemens PLM Software, welche die Software weiterentwickeln und vertreiben. 

Die Software besitzt ein komplexes Lizenzmodell: Funktionen des Programms sind in „Anwendungen" mit allgemeiner Funktionalität aufgeteilt und werden dort in speziellen Paketen gebündelt. Funktionen können nur verwendet werden, wenn das entsprechende Leistungspaket freigeschaltet ist. Die übergeordnete Anwendung ist NX Gateway, wofür jeder NX Anwender eine Lizenz besitzen muss. Die anderen Anwendungen sind optional und können je nach Anwender individuell konfiguriert werden. Letzte vom Hersteller unterstützte Version ist die NX8. Ältere Versionen werden nicht mehr unterstützt. Mit der Version NX9 wird nur noch eine 64-Bit-Version angeboten; die 64-bit-Unterstützung wurde mit der NX4, parallel zur 32-Bit-Version, implementiert.

Computer Aided Design (CAD)
Die CAD-Funktionen automatisieren die gewöhnliche Konstruktions-, Entwurfs- und Zeichenarbeit in den heutigen Fertigungsbetrieben. NX ist ein vollständig dreidimensionales System mit doppelter Genauigkeit, das die exakte Beschreibung fast jeder geometrischen Form ermöglicht. Durch Verbinden dieser Formen können Zeichnungen für Produkte erstellt, analysiert und erzeugt werden.

Computer Aided Manufacturing (CAM)
Die CAM-Funktionen bieten NC-Programmierung für moderne Werkzeugmaschinen unter Verwendung des NX Konstruktionsmodells zur Beschreibung des fertigen Teils. 

Nach Abschluss der Konstruktion ermöglicht die Anwendung „Manufacturing" (Fertigung) das Auswählen der das Teil beschreibenden Geometrie, das Eingeben von Fertigungsdaten wie dem Werkzeugdurchmesser sowie das automatische Erzeugen einer Quelldatei für die Werkzeugpositionierung (Cutter Location Source File, CLSF), die zum Steuern der meisten NC-Maschinen verwendet werden kann. 

Aus der vorhandenen Geometrie können sogar Daten für CNC-Brennmaschinen ausgelesen werden.

Computer Aided Engineering (CAE)
Die CAE-Funktionen bieten viele Möglichkeiten für die Simulation von Produkten, Baugruppen und Teileleistungen im gesamten Bereich der Konstruktion. 

Programmierschnittstellen (APIs)
Das Programm besitzt mehrere Programmierschnittstellen (APIs) zur Automatisierung von Arbeitsprozessen: 

  • NXopen (Java, C++, Visual Basic unter Verwendung der Softwareplattform .NET, Python) 
  • Knowledge Fusion (Dateiformat dfa)

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